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WUSHAN-AKADEMIE | |||||
| Ausbildung, Fortbildung und Kurse in Qigong, Taijiquan, Kungfu, Zen und Tuschemalerei |
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Über die chinesische Kalligraphie Spricht man von chinesischer Tuschekunst, so werden meist verschiedene Begriffe erwähnt: Da ist die Malerei, die Kalligraphie, die mit ihr verbundene Poesie etc.. Tatsächlich sind diese Künste alle miteinander verwoben. Ein gutes "vollkommenes" Tuschebild beinhaltet immer vier Kunstformen: 1. die Malerei, d.h. die bildliche Darstellung, 2. die Poesie, denn man fügt jedem Bild auch einen oder mehrere Verse hinzu, 3. die Kalligraphie, die Niederschrift der Verse in kunstvoller Weise und 4. die Stempelkunst, welche wiederum einen Mikrokosmos der genannten Künste darstellt. Im Folgenden aber geht es um die chinesische Kalligraphie, die Darstellung chinesischer Schriftzeichen mit Pinsel und Tusche. Die chinesische Schrift
Faszinierend und zugleich schwierig an der chinesischen Schrift ist die Tatsache, daß sie eine Symbolschrift ist, d.h. wenn Sie auf chinesisch "Baum" schreiben, malen Sie einen stilisierten Baum. Liest man ein chinesisches Gedicht, so "atmet" man zugleich die Atmosphäre mit den Bildern ein. Das ist das Faszinierende. Das Schwierige ist, wenn Sie diese Schrift lernen wollen. Selbst wenn wir eine westliche fremde Sprache nicht gelernt haben, so können wir dennoch die Buchstaben LESEN und das Wort schlecht aber recht aussprechen. Da wir es im Chinesischen mit Bildern zu tun haben gibt es in diesem Sinne kein Lesen: Entweder Sie kennen das Bild und seinen Namen oder Sie kennen es nicht. Ein chinesisches Lexikon z.B. hat denn auch keine alphabetische Reihenfolge, sondern beginnt mit der Zahl der Striche, aus denen ein Zeichen zusammengesetzt ist. Doch bedeutet dies nicht unbedingt, daß man chinesisch lernen muß um sich mit der chinesischen Kalligraphie zu beschäftigen. Die Stile
Um 25 n. Chr. wurde die Kurialschrift, die "offizielle" Schrift (li shu, 25 - 220 n. Chr.) eingeführt. Neben der offiziellen Schrift entstanden im gleichen Zeitraum aber auch Variantionen, welche bis heute blieben, die sog. "Grasschrift" (cao shu - siehe Abbildung)), die Regelschrift (kai shu) und die Lauf-/Schreibschrift (xing shu). Auch wenn das Papier berühmter Kalligraphen der Vergangenheit zerfallen ist, so gibt es doch Überlieferungen ihrer Kunst, denn man meißelte ihre Schriften in Stein. Viele Textbücher zum Studium alter Schriften bestehen aus sog. Steinabreibungen, d.h. man legte ein Blatt Papier auf die Schriftplatte und bestrich es vorsichtig mit einem farbgetränkten Beutel. Die "Abreibung" gibt dann die Schrift im Negativ wieder, d.h. Schrift weiß, Hintergrund schwarz. |
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© Paul Shoju Schwerdt & Wushan-Akademie 2010 |
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